Nur auserwählte Frauenbelange finden bei Ministerin Steffens einen Platz

Von: Maria Westerhorstmann und Andrea Milz:

„Die neue rot-grüne Regierung ist eine Minderheitsregierung. Das darin enthaltene Wort „Minder“ erscheint in einem ganz neuen Licht, wenn man deren politischen Zielsetzungen genauer betrachtet“, so die beiden CDU-Frauenexpertinnen Andrea Milz und Maria Westerhorstmann.

„Es ist fatal, dass im Frauenministerium kein Platz für Belange von Frauen mit Zuwanderungsgeschichte vorhanden ist. Erkenntnisse und Argumente, die im Integrationsprozess insbesondere Frauen eine entscheidende Rolle zumessen, sind dort die Mühe scheinbar nicht wert. Das ist nicht hinnehmbar, denn Integrationspolitik ist eine Querschnittsaufgabe, der sich auch eine Frauenministerin stellen muss. Der heute im Plenum eingebrachte Antrag der CDU-Fraktion ‚Frauen mit Zuwanderungsgeschichte unterstützen – Gewalt bekämpfen‘ ist eine gute Grundlage, um dieser Pflicht nachzukommen“, verdeutlicht Andrea Milz.

Darüber hinaus ergänzt Maria Westerhorstmann, dass dies leider nicht der einzige Frauenbereich sei, der nicht angemessen oder gar nicht mitgewichtet werde. „Obwohl die gelebte Realität zeigt, dass es meist Frauen sind, die die Erziehung von Kindern übernehmen, hat die grüne Frauenministerin Steffens auch dafür keinen Raum. Ihre Begründung, dass dafür andere Ministerien vorhanden seien, ist nahe zu peinlich. Denn damit entbehrt sie dem Frauenministerium jede Daseinsberechtigung. Ob Frauen in der Wirtschaft, Frauen und Gesundheit, Frauen und Gewalt: auch dafür gibt es eigene Ministerien. Dieses Zweierleimaß lassen wir nicht gelten!“

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