„Kinderstuben der Demokratie“ – erfolgreiches Modellprojekt in Nordrhein-Westfalen fortführen

„Für die Vermittlung von Demokratie ist es nie zu früh. Wer früh lernt, seine Meinung zu sagen, wird auch später sein Umfeld aktiv gestalten wollen.“ Das konstatierte die stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Andrea Milz, in der heutigen Plenarsitzung. Dahinter verberge sich die Grundidee des zunächst in Schleswig-Holstein entwickelten Konzepts „Kinderstube der Demokratie“, das Partizipation von Kindern zur alltäglichen Selbstverständlichkeit in Kindergärten werden lasse. Auf Betreiben der CDU-Landtagsfraktion wurde das Modellprojekt „Kinder gestalten aktiv ihre Lebenswelt“ daraufhin von 2009 bis 2010 in sieben nordrhein-westfälischen Kindertagesstätten umgesetzt. „Mit Erfolg, wie die Praxis zeigt“, betonte die CDU-Familienexpertin. Die Erfahrungen der Modell-Kindergärten zeigten, dass die Selbstbestimmungskompetenz auch noch sehr kleiner Kinder bislang unterschätzt worden sei. Milz: „Sie sind wissbegierig, lösungsorientiert und friedfertig. Sie lösen Konflikte durch Gespräche und finden Interessenausgleiche. Sie unterstützen sich und lernen voneinander, sind sozial- und handlungskompetent. Die Kinder haben nicht nur demokratische Instrumente kennen gelernt, sondern nutzen sie aktiv und selbstverständlich für die Gestaltung ihrer Entscheidungsprozesse.“ Auch die Eltern profitierten von dem neuen Demokratiebewusstsein ihrer Kinder.

Trotz dieser Erfolgsgeschichte habe es den Anschein, dass das Modellprojekt „Kinderstube der Demokratie“ unter der rot-grünen Landesregierung ins Stocken gerate. „Daher fordern wir die Landesregierung auf, das erfolgreiche Projekt ‚Kinder gestalten aktiv ihre Umwelt‘ fortzuführen und die übrigen rund 12.500 Kindertagesstätten in NRW dabei zu unterstützen, den Modelleinrichtungen auf ihrem Weg zu Kinderstuben der Demokratie zu folgen“, erklärte Milz.

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