Landesregierung lässt Winzer im Stich

„Mit Enttäuschung habe ich zur Kenntnis genommen, dass die Minderheitsregierung die EU-Weinmarktreform nicht nutzen will, um ein Förderprogramm für die Winzer im Weinbau-Gebiet Mittelrhein aufzustellen“, so die CDU-Landtagsabgeordnete Andrea Milz.

Milz hatte sich gemeinsam mit Ihrer Landtagskollegin Ilka von Boeselager in einem Schreiben zur Weinbau- Förderung an das NRW-Landwirtschaftsministerium gewandt und auf  die Möglichkeiten der Förderung des Weinbaus im Rahmen der gemeinsamen Weinmarktordnung der EU hingewiesen. So bieten andere Bundesländer, wie zum Beispiel Hessen und Rheinland-Pfalz, EU-Stützungsprogramme zu Umstrukturierungsmaßnahmen, Investitionsförderung oder Absatz- und Steillagenförderung an.

In seiner Antwort erklärte der zuständige Minister Remmel, dass NRW kein eigenes Förderprogramm für den Weinbau aufstelle, da der Aufwand für die Erstellung eines solchen Programms nach EU-Vorgaben vor dem Hintergrund der „marginalen Bedeutung des Weinbaus in Nordrhein-Westfalen“  im Vergleich zu den insgesamt zu erwartenden Fördermitteln „absolut unverhältnismäßig“ sei.

Andrea Milz: „Immerhin hat Minister Remmel unseren Vorschlag aufgenommen, im Sinne unserer Winzerbetriebe eine kooperative Lösung mit dem zuständigen Ministerium in Rheinland-Pfalz anzustreben, damit auch für unsere nordrhein-westfälischen Winzer zukünftig die Teilhabe an Förderprogrammen der EU möglich sein wird.“

„Ich werde genau beobachten, ob es sich bei dieser Ankündigung des Ministers nicht nur um ein Lippenbekenntnis handelt“, verspricht Milz. „Es darf nicht sein, dass unsere Winzer nur weil sie sich im nordrhein-westfälischen Teil des Weinbau-Gebiets Mittelrhein befinden, gegenüber ihren rheinland-pfälzischen Kollegen grob benachteiligt werden“.

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