Landesregierung lässt Schüler des Nell-Breuning Kollegs im Regen stehen.

„Mit Enttäuschung habe ich zur Kenntnis genommen, dass die Landesregierung sich nicht für einen barrierefreien Zugang zum Bahnhof Rhöndorf einsetzen will. Dabei sind viele der 130 Schüler/innen des Nell-Breuning Berufskollegs im Haus Rheinfrieden auf die barrierefreie Erreichbarkeit ihrer Schule angewiesen“, so die CDU-Landtagsabgeordnete Andrea Milz.

Milz hatte sich nachdem auch der Petitionsausschuss auf Antrag des Bürger- und Ortsvereins sowie weiterer Vereine und Verbände den dringenden Handlungsbedarf für den barrierefreien Zugang beim Bahnhof Rhöndorf festgestellt hatte mit einer Kleinen Anfrage an die NRW-Landesregierung gewandt und gefragt, was sie in Sachen Rhöndorfer Bahnhof unternähme.

In seiner Antwort erklärte Verkehrsminister Voigtsberger, dass die Modernisierung und Instandhaltung der Schieneninfrastruktur eigenverantwortlich bei der Deutschen Bahn liege. Die Landesregierung sehe, so der zuständige Minister, „aktuell keine Möglichkeit, ihrerseits die Entscheidungen der DB AG in dieser Frage zu beeinflussen.“

Andrea Milz: „Die Existenz des bereits seit 1952 bestehenden Berufskollegs mit Menschen, die auf Grund ihrer körperlichen Behinderung auf einen Rollstuhl angewiesen sind, stellt eine Besonderheit für den Bahnhof Rhöndorf dar. Dennoch fällt der Landesregierung nichts ein, außer dem Abschieben der Verantwortung auf die DB AG. Die Antwort des Verkehrsministers zeugt von einem erschreckenden Desinteresse an dem unhaltbaren Zustand am Bahnhof Rhöndorf und der Situation der in Ihrer Mobilität eingeschränkten Schüler des Nell-Breuning Berufskollegs.“

Abgesehen davon, dass sich der Petent Bürger- und Ortsverein gewünscht hätte, hierüber direkt aus dem Ministerium unterrichtet zu werden, was unterblieben ist, teilt dessen Vorsitzender Jörg Erich Haselier die Kritik von Andrea Milz: „Enttäuscht ja, das sind wir, aber keineswegs entmutigt.“

Es sei unbefriedigend nur auf mögliche spätere Programme der Bahn verwiesen zu werden. „Vor allem für unsere behinderten Mitmenschen haben wir vom Land mehr erwartet. Dies besonders, weil auch die Landesregierung kaum eine Gelegenheit auslässt auf den Inklusionsgedanken hinzuweisen.“

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