„Meine Woche der Inklusion“ in Königswinter vom 24.-29. Mai 2013

 

Freitag, 24. Mai 2013
12:00 Uhr Pressekonferenz
18:15 Uhr – 19:30 Uhr Training und Gespräch Integrative Gruppe BSG Siebengebirge e.V.
Samstag, 25. Mai 2013
11:00 – 15:00 Uhr Inklusives Spielfest des BSG Siebengebirge e.V. unter Schirmherrschaft von A. Milz, Zumbatraining mit A. Milz
Sonntag, 26. Mai 2013
14:00 Uhr Schützenfest der Sankt Hubertus Schützengesellschaft Ober- und Niederdollendorf 1897 e.V., Demonstration von Hilfsmitteln beim Schießen
Montag, 27. Mai 2013
08.00 – 10:00 Uhr Besichtigung und Gespräch Integrative Montessori Tagesstätte Oberpleis e.V
12:30 – 13:30 Uhr Gespräch in der Baumschule Neuenfels über Erfahrungen mit Praktikanten
14:30 – 16:00 Uhr Besichtigung und Gespräch mit Kaffeetrinken Kindergarten „Schneckenhaus
Dienstag, 28. Mai 2013
10:00 – 11:30 Uhr Teilnahme Unterrichtsstunde und Gespräch Grundschule am Lauterbach
Mittwoch, 29. Mai 2013
13:00 – 15:00 Uhr Gespräch mit Verantwortlichen CJD Jugenddorf-Christophorusschule Königswinter

Pressekonferenz

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Training und Gespräch Integrative Gruppe BSG Siebengebirge e.V.
Inklusion und Sport – BSG und CDU im Gespräch
Im Rahmen der Inklusionswoche der CDU Königswinter besuchten Parteivorsitzende Andrea Milz MdL sowie Vorstands- und Fraktionskollegen das Sportangebot der Behindertensportgemeinschaft Siebengebirge, welches sich immer freitags an Menschen mit und ohne Behinderung richtet, die ihre motorischen Fähigkeiten verbessern wollen. Marliese Vogt, 1. Vorsitzende der BSG, und ihre Geschäftsführerin Edeltraud Besgen, betonten, welche Fortschritte durch den Sport dabei erzielt werden: „Hier kommt es auch auf die Qualifikation der Übungsleiter an, die der Schlüssel zum Erfolg einer jeden inklusiven Gruppe sind. Wir freuen uns über die 15jährige Johanna, die heute schon als Gruppenhelferin dabei ist und Trainerin werden möchte.“ Milz versprach, sich auch im Sportausschuss des Landtages dafür einzusetzen, dass bei der Aus- und Fortbildung von Übungsleitern der Blick auf Inklusion fester Bestandteil wird – in nächster Zeit wird dazu auch eine Fachanhörung mit Experten in Düsseldorf stattfinden.

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18.06.2013

Inklusives Spielfest des BSG Siebengebirge e.V. unter Schirmherrschaft von A. Milz,
Zumbatraining mit A. Milz

Spielfest für Kinder mit und ohne Behinderung begeistert in Oberpleis.
Dass auch die CDU sportlich ist, bewies Andrea Milz MdL als Schirmherrin des 15. Spiel- und Sportfestes für Kinder der BSG Siebengebirge mit einer Zumba-Einheit für Groß und Klein: Ratsmitglied Bernhard Franz und weitere Vorstandsmitglieder und Mitarbeiter tanzten ebenfalls mit! Neben dem Spaß kamen auch ernste Themen zwischen den Vorstandsmitgliedern der BSG und Vertretern der CDU, u.a. auch Vizebürgermeister Sokratis Theodoridis, zur Sprache: Vorsitzende Marliese Vogt wies auf die knappen Hallenzeiten in Königswinter hin: „Durch die Schließung der Paul-Moor-Schule stehen wir vor ernsthaften Problemen, wir beraten uns bereits mit dem Stadtsportbund, um Lösungen zu finden. Gerne würden wir inklusive Angebote ausweiten – ohne Hallenzeiten haben wir keine Chance.“ Der CDU ist das Problem, welches durch zunehmenden Ganztagsbetrieb an Schulen verstärkt wird, bewusst. Roman Limbach, Ratsmitglied aus Oberpleis: „Wir haben dazu schon einen Antrag gestellt, damit sich auch die städtischen Gremien um Lösungen bemühen.“

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Schützenfest der Sankt Hubertus Schützengesellschaft Ober- und Niederdollendorf 1897 e.V., Demonstration von Hilfsmitteln beim Schießen
Inklusion: bei den Schützen selbstverständlich
„Ich bin begeistert, wie selbstverständlich Menschen mit und ohne Behinderung in einer Schützenklasse schießen können“ – so Andrea Milz MdL, Vorsitzende der CDU, beim Schützenfest der Sankt Hubertus Schützengesellschaft Ober- und Niederdollendorf 1897 e.V. Präsident Paul Nolden und die ehemalige Schützenkönigin Marion Caspari demonstrierten den Gästen von der CDU, darunter Ortsverbandschef Uwe Sentner, wie das geht: So können Schützen im Rollstuhl oder Menschen mit Gehbehinderung im Sitzen schießen; mit Hilfe einer Schlinge, die das Gewehr trägt, können zudem Menschen mit z.B. Wirbelsäulenschäden oder solche, denen ein Arm fehlt, am Wettkampf teilnehmen. Caspari: „Wenn ich die Schlinge nehme, darf ich nur einen Arm nutzen, um keinen Vorteil zu haben. Außerdem muss meine Behinderung im Schützenpass eingetragen sein.“ Damit ist sichergestellt, dass alle Wettkampfbedingungen eingehalten und alle Schützen in ihrer jeweiligen Klasse gemeinsam gewertet werden. „Das ist echte Inklusion,“ waren sich Schützen und Politiker einig. Im Gespräch betonten die Dollendorfer auch noch einmal, wie zufrieden sie mit dem seit 2007 aufgebauten Hochstand und mit der Kooperationsbereitschaft der Nachbarn sind.

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Besichtigung und Gespräch Integrative Montessori Tagesstätte Oberpleis e.V.
Jedes Kind muss zu seinem Recht kommen
Bei einem Besuch der CDU Königswinter fasste die Leiterin, Elisabeth Kullack mit diesem Satz den Inklusionsgedanken der Integrativen Montessori Tagesstätte Oberpleis zusammen. Dass behindert sein hier normal ist, davon konnte sich neben Parteivorsitzender Andrea Milz MdL auch der Bundestagsabgeordnete Dr. Norbert Röttgen überzeugen.
In den liebevoll eingerichteten Räumlichkeiten finden 30 Kinder mit und ohne Behinderung individuelle Betreuungsmöglichkeiten im Sinne der Montessori-Pädagogik vor. Möglich macht das ein interdisziplinäres Team aus neun Fachkräften, zu denen auch zwei Therapeutinnen gehören.
Sowohl Frau Kullack wie auch Vertreterinnen der Eltern betonten, wie wichtig diese Fachkräfte sind, die sich ohne Ausnahme um alle Kinder kümmern und somit helfen, dass niemand aus der Gruppe herausgenommen werden muss, um seine Förderung zu bekommen. Diese inklusive Vorgehensweise wird jetzt durch den Landschaftsverband Rheinland in Frage gestellt, wogegen nicht nur in Oberpleis, sondern überall im Rheinland protestiert wird. Zu Recht, wie auch die Politiker nach dem Gespräch überzeugt waren: „Hier kommen wirklich alle Kinder zu ihrem Recht“.

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Gespräch in der Baumschule Neuenfels über Erfahrungen mit Praktikanten
Gute Stimmung inklusiv(e) in der Baumschule Neuenfels
„Hier werde ich immer herzlich begrüßt“ – beschreibt Jonathan Koch das Arbeitsklima in der Baumschule Neuenfels in Uthweiler. Hier absolviert Jonathan, der Autist ist und die Frida-Kahlo-Schule besucht, seit Herbst 2012 ein freiwilliges Praktikum.
Wie gut das funktioniert, davon wollten sich Parteivorsitzende Andrea Milz MdL und weitere CDU-Vorstandsmitglieder selbst ein Bild machen.
Auf insgesamt 11 Hektar ziehen Wolfgang Neuenfels und seine Mitarbeiter  insbesondere Obstgehölze heran. Die körperliche Arbeit nach dem Schulunterricht tut Jonathan sehr gut, wie er selbst betont und seine Mutter bestätigt. Dass Jonathan hier ein Praktikum machen kann, ist für Herrn Neuenfels selbstverständlich: „Er lernt, während er arbeitet.“
Von der begleitenden Lehrerin erfahren die Besucher, dass es für die Schule nicht immer leicht ist, ihre Schüler an Unternehmen zu vermitteln. „Hier müssen wir alle Beteiligten noch viel besser vernetzen“ stellt Andrea Milz fest. Auch beim Thema Weiterbildung von Lehrern an Regelschulen bezüglich Inklusion möchte sie nachhaken.

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Besichtigung und Gespräch mit Kaffeetrinken Kindergarten „Schneckenhaus“

Integration und Inklusion – in der Kita Schneckenhaus alltägliche Aufgabe
Wo der Name „Kindergarten“ herkommt, erfuhren Mitglieder der CDU Königswinter beim Besuch der Fröbel-Kita in Oberdollendorf: „Fröbel hat schon zu seinen Lebzeiten (1782-1852) Kinder mit Blumen und Gärten in Verbindung gebracht, seitdem heißt es Kindergarten“ führten die Erzieherinnen Anna Jackmann und Natalina Cergar aus.
80 Prozent der Kinder hier haben eine Zuwanderungsgeschichte und kommen aus sieben Nationen; fünf von 40 Kindern haben Förderbedarf; Förderung wird mehrmals wöchentlich über die Frühförderstelle der Lebenshilfe in der Einrichtung angeboten.
„Das ist gut! Die Kinder bleiben in der gewohnten Umgebung und erhalten hier das Angebot, welches sie benötigen“, so Andrea Milz. Ratsmitglied Holger Matissek, gleichzeitig Vertreter der WWG Königswinter, sagte zu, sich um Probleme an der Außenspielfläche zu kümmern: so haben die Politiker Informationen erhalten und die Einrichtung konnte gleichzeitig Probleme ansprechen

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Teilnahme Unterrichtsstunde und Gespräch Grundschule am Lauterbach

Konzentration und Trommelwirbel – gelebte Inklusion in der Grundschule am Lauterbach
Seit ca. 1,5 Jahren werden in der Grundschule am Lauterbach in Stieldorf in drei Klassen Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam unterrichtet. Schulleiterin Dagmar Exius betonte bei einem Besuch von Ratsmitgliedern der CDU Königswinter und Parteichefin Andrea Milz MdL, dass Inklusion nur gelingt, wenn der Förderort geeignet ist, Kollegium und Eltern dies gemeinsam tragen und der Prozess des gemeinsamen Lernens nicht von heute auf morgen verordnet, sondern stetig entwickelt wird. Die Politiker konnten am Unterricht der Klasse 4a mit Lehrerin Stephanie Schmuck und Sonderpädagogin Miriam Gruyters teilnehmen, die Kinder bei einer Projektarbeit beobachten und zum Abschluss einem kleinen Konzert mit selbstgebastelten Trommeln aus Blumentöpfen und Butterbrotpapier lauschen. Andrea Milz: „Es ist eine positive Erfahrung für uns, die Kinder so konzentriert in einer ruhigen und freundlichen Atmosphäre lernen zu sehen, mal in kleinen Gruppen, mal jeder für sich, mal am Tisch und mal verbunden mit Arbeiten, die nicht am Platz erledigt werden.“ Nach der Unterrichtsstunde erfuhren die Kommunalpolitiker noch etwas über den Stundenschlüssel für Sonderpädagogen in inklusiven Angeboten, über den Nachmittagsbetrieb der OGS und über Einrichtungsgegenstände, die für die Klassenräume noch gebraucht werden. Anna Justinger, Vertreterin aus Stieldorf, versprach, sich um die Anliegen zu kümmern.

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Gespräch mit Verantwortlichen CJD Jugenddorf-Christophorusschule Königswinter

Inklusion ist fester Bestandteil des Selbstverständnisses des CJD
„Im christlichen Menschenbild des CJDs sind Integration und Inklusion fest verankert.“ Davon konnten sich Ratsmitglieder der CDU Königswinter und Landtagsabgeordnete Andrea Milz in einem Gespräch mit Schulleiter Reinhard Koglin und weiteren Vertretern des Kollegiums wieder einmal überzeugen. Vorgestellt wurde u.a. die Arbeit der Habakuk-Gruppe, die sich um junge Menschen mit Besonderheiten kümmert und dabei individuelle Ansätze verfolgt. Das Für und Wider des Überspringens von Klassen durch hochbegabte Kinder wurde ebenso diskutiert wie der Wunsch, das Thema Hochbegabtentraining in die Ausbildung von Lehrern und Sozialpädagogen zu verankern. Die Kommunalpolitiker pflegen den Dialog mit der Schule in Königswinter in regelmäßigen Treffen und auch der Landtag hat jährlich die Gelegenheit, im Rahmen eines parlamentarischen Termins in Düsseldorf Neuigkeiten direkt von Vertretern des CJD zu erfahren.

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