Urteil zu U-3 Betreuung löst viele Fragen aus

Andrea Milz zur Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln :

Die CDU-Landtagsfraktion reagiert mit Besorgnis auf das Urteil des Verwaltungsgerichts Köln zum Rechtsanspruch auf einen wohnortnahen Kita-Platz. „Auch wenn wir die Begründung des Urteils noch nicht kennen, sehen wir die Folgen mit Sorge. Das gilt besonders was die Aussagen zur Tagespflege betrifft“, erklärt die stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Andrea Milz.

Über alle Parteigrenzen hinweg sei der Ausbau der Tagespflege in den letzten Jahren überall in Nordrhein-Westfalen mit Blick auf die U3-Betreuung massiv ausgebaut worden: Die Tagespflegepersonen verfügen über eine hohe Qualifikation durch die Ausbildung. Sie sind sehr flexibel und können auf ganz spezifische Elternwünsche eingehen; zudem wird die Tagespflege insgesamt durch das KiBiZ finanziell gefördert. „Alle drei Aspekte haben dazu geführt, dass Eltern die Wahl zwischen zwei guten Betreuungsangeboten haben. Im ländlichen Raum ist gerade die U3-Betreuung ohne die Tagespflege nicht denkbar. So liegt z.B. die Betreuungsquote durch Tagespflege im Rhein-Sieg Kreis nicht wie landesweit bei 8,8 Prozent, sondern bei 12,8 Prozent (von 37,1 Prozent Betreuungsquote insgesamt).

„Wie sollen gerade Kommunen im ländlichen Raum mit weiten Entfernungen zwischen den Dörfern damit umgehen, wenn jetzt einerseits die 5 Kilometer Zumutbarkeit festgeschrieben werden und andererseits Tagespflegeplätze abgelehnt werden können? Hätten die Richter bei einer Klage aus Windeck an der Sieg ebenfalls so entschieden?“, fragt Milz.

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