Mangelnde Flexibilität im Umgang mit Förderschulen

„Die mangelnde Flexibilität im Umgang mit Förderschulen fällt der rot-grünen Landesregierung nun im Rhein-Sieg-Kreis auf die Füße.“ erklären die CDU Landtagskandidaten Katharina Gebauer, Andrea Milz, Björn Franken und Oliver Krauß. Auf Grund von Auflagen der Bezirksregierung Köln dürfen Kinder im Rhein-Sieg-Kreis mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf für emotionale und soziale Entwicklung in der Orientierungsstufe an Primarförderschulen (Klasse 5 und 6) nicht mehr aufgenommen werden. „Wir haben bereits Ende Februar diesen Umstand in einer Kleinen Anfrage an die Landesregierung auf Bitten der Eltern aufgegriffen und um Lösungsansätze gebeten.“ fasst die Landtagsabgeordnete Andrea Milz die Bemühungen zusammen. Allerdings liegt noch keine Antwort der Landesregierung vor.

Nach Bericht der Zeitung Neue Westfälische vom 08.02.2017 sind in NRW die Zahlen der Förderschulen von 726 auf 571 gesunken. Allein im Rhein-Sieg-Kreis sind bereits jeweils eine Förderschule in Troisdorf und in Rheinbach geschlossen worden und die Förderschule in Niederkassel läuft aus. Um den Landesvorgaben hinsichtlich der Mindestgrößenverordnung gerecht zu werden, haben sich die Förderschulen in Königswinter und Bornheim zusammengeschlossen. In der Konsequenz fühlen sich sowohl Eltern mit ihren Kindern als auch Lehrerinnen und Lehrer an den Schulen in NRW nicht gut auf die Inklusion vorbereitet.

Wir fordern die Landesregierung auf, Ausnahmen für Förderschulen zu ermöglichen, damit gerade in Flächenkreisen – wie dem Rhein-Sieg-Kreis – ein qualitativ hochwertiges Angebot in zumutbarer Entfernung aufrechterhalten werden kann.“ betonen die CDU Kandidaten. Im Wahlprogramm der CDU wird deutlich, dass vorerst keine weiteren Schließungen von Förderschulen erfolgen sollen, um so einen langsameren Übergang in den Regelschulbetrieb ermöglichen zu können. „Dass nun auch die Genossen im Kreis bei dem Thema wach geworden sind, freut uns. Aber man muss schon fragen, warum erst jetzt eine Reaktion erfolgt, denn die rot-grüne Umsetzung der Inklusion läuft nicht erst seit letzter Woche.“ so die CDU Kandidaten abschließend.

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