Abgeordnete Milz fragt nach: wie steht es um das Programm „Schule gegen sexuelle Gewalt“ in NRW?

Nach den Sommerferien 2016 sollte das bundesweite Programm „Schule gegen sexuelle Gewalt“ auch in NRW starten. Im Rahmen des Programms sollten Arbeitsmaterialien zur fachlichen Entwicklung schulischer Schutzkonzepte mit Informationen zu landesspezifischen Regelungen und Angeboten zusammengestellt und den Schulen sowie pädagogischen Fachkräften zur Verfügung gestellt werden. Nun scheint sich der Start zu verzögern, obwohl sich die Gesellschaft dem Thema entschieden stellen muss. Rund eine Million Mädchen und Jungen haben sexuelle Gewalt erlitten bzw. sind aktuell betroffen. Die Folgen des Missbrauchs belasten betroffene Kinder und Jugendliche oftmals noch Jahre nach dem eigentlichen Vergehen.

Erschwerend kommt hinzu, dass diese schrecklichen Taten meist durch Menschen erfolgen, die den Kindern nahe stehen. Sei es in der Familie, bei Freizeitangeboten oder durch Gleichaltrige. Eine zunehmende Bedeutung kommt darüber hinaus auch noch den digitalen Medien zu, in denen Bilder oder Videos verbreitet werden und somit zu einem weiteren Trauma von Betroffenen führen kann.

Vor diesem Hintergrund hat die Abgeordnete Milz die Initiative ergriffen und verlangt in einer Kleinen Anfrage Aufklärung von der Landesregierung über den aktuellen Stand -2 – der Umsetzung des Programms und weitere Aktivitäten zum Schutz von Kindern und Jugendlichen gegen sexuelle Gewalt in NRW.

„Denn betroffene Kinder und Jugendliche brauchen ein Netz an kompetenten und vertrauensvollen Ansprechpartnern in Einrichtungen und Institutionen (z.B. in Schulen).“ erklärt Milz abschließend.

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