Was unternimmt die Landesregierung gegen sexuellen Kindesmissbrauch?

06.03.2017

Kleine Anfrage 5680
der Abgeordneten Andrea Milz, CDU

Was unternimmt die Landesregierung gegen sexuellen Kindesmissbrauch?

Sexueller Kindesmissbrauch ist nach wie vor ein Problem, dem sich die Gesellschaft entschie­den stellen muss. Rund eine Million Mädchen und Jungen haben sexuelle Gewalt erlitten bzw. sind aktuell betroffen. Die Folgen des Missbrauchs belasten betroffene Kinder und Jugendliche oftmals noch Jahre nach dem eigentlichen Vergehen.
Erschwerend kommt hinzu, dass diese schrecklichen Taten meist durch Menschen erfolgen, die den Kindern nahe stehen. Sei es in der Familie, bei Freizeitangeboten oder durch Gleich­altrige. Eine zunehmende Bedeutung kommt darüber hinaus auch noch den digitalen Medien zu, in denen Bilder oder Videos verbreitet werden und somit zu einem weiteren Trauma von Betroffenen führen kann.
Umso wichtiger sind die Bemühungen, Kinder und Jugendliche vor Missbrauch zu schützen. Dafür ist es notwendig, ein Netz an kompetenten und vertrauensvollen Ansprechpartnern in Einrichtungen und Institutionen, denen Kinder und Jugendliche anvertraut sind (z.B. Schulen), vorzuhalten. Neben Präventionsarbeit sollte dabei auch ein Fokus auf die Erkennung von Kin­desmissbrauch gelegt werden.
Auf Initiative des unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs Johannes-Wilhelm Rörig und in Zusammenarbeit mit den Bundesländern wurde das Pro­gramm „Schule gegen sexuelle Gewalt“ entwickelt. Die Umsetzung sollte nach den Sommer­ferien 2016 auch in NRW beginnen. Wie nun zu vernehmen ist, hat sich der Start in NRW verzögert.

Vor diesem Hintergrund frage ich die Landesregierung:

  1. Warum verzögert sich der Start des Programms „Schule gegen sexuelle Gewalt“ in NRW?
  2. Wie ist der Stand der Umsetzung des Programms „Schule gegen sexuelle Gewalt“ in NRW?
  3. Wie bewertet die Landesregierung das Programm „Schule gegen sexuelle Gewalt“?
  4. Welche Angebote von Institutionen/Vereinen gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Ju­gendlichen sind der Landesregierung bekannt? (Bitte nach Orten auflisten und Kurzbe­schreibung zu den Angeboten)
  5. Sieht die Landesregierung über die bestehenden Angebote hinaus weiteren Handlungs­bedarf, um Kinder und Jugendliche vor sexuellem Missbrauch zu schützen?

Andrea Milz

 

Antwort der Landesregierung vom 12.04.2017

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