Rede zum Antrag SPD/Bündnis90/Die Grünen „Genitalverstümmelung ist eine Menschenrechtsverletzung – der Verletzung von Körper und Seele von Mädchen und Frauen entschieden entgegentreten“

Andrea Milz MdL,
CDU-Landtagsfraktion

Genitalverstümmelung ist eine Menschenrechtsverletzung – der Verletzung von Körper und Seele von Mädchen und Frauen entschieden entgegentreten (Antrag 16/11705, SPD/Bündnis 90/Die Grünen vom 12.4.2016)

Frau Präsidentin, liebe Kolleginnen und Kollegen,

nicht zum ersten Mal beschäftigt uns hier im Landtag und im Fachausschuss das Thema Mädchenbeschneidung. Umso erschreckender ist es, dass trotz aller in dieser Frage oft gemeinsamer Bemühungen die Zahlen, die wir kennen, und die Zahlen, die wir nur vermuten können, immer noch hoch sind. Schlimmer noch, durch die zunehmende Migration müssen wir davon ausgehen, dass die Zahl der Opfer in Deutschland und auch in NRW eher noch zunimmt!

Genitale Beschneidung ist ein schwerer körperlicher Eingriff, eine gravierende Menschenrechtsverletzung. Über diese Frage kann man angesichts des Leids der betroffenen Frauen gar nicht streiten – auch wir als CDU Fraktion begrüßen daher den Antrag!

Es ist gut, die Öffentlichkeitsarbeit zu stärken, das Thema aus dem Verborgenen herauszuholen und Menschen zu sensibilisieren: alles, was dem Schutz der Betroffenen und der Gefährdeten dient, ist gut und richtig!

Wir, die wir hier geboren und aufgewachsen sind, stellen uns immer wieder die Frage, welches kulturelle Verständnis hinter der Praxis steht? Wie kann es sein, dass Mütter, die selbst ihr Leben lang unter den Folgen leiden, ihre Töchter dem gleichen Ritual aussetzen – und das schon seit Jahrhunderten? Ich kenne die Antwort nicht und hoffe daher inständig, dass es uns gemeinsam gelingt, hier in NRW, durch geeignete Bundesgesetze im Land und durch Hilfen in den Heimatländern der Frauen und Mädchen dazu beizutragen, künftige Generationen vor diesem Schicksal zu bewahren.

Mögen unsere Beratungen im Ausschuss dazu beitragen!

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!

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