Welche Möglichkeiten zur Behandlung von umwelterkrankten Menschen gibt es in Nordrhein-Westfalen?

16.03.2015

Kleine Anfrage 3220 

der Abgeordneten Andrea Milz   CDU

Welche Möglichkeiten zur Behandlung von umwelterkrankten Menschen gibt es in Nordrhein-Westfalen?  

Die Versorgung umwelterkrankter Menschen stellt die Gesellschaft vor neue Herausforde-rungen. Patienten mit MCS (Multiple chemicals sensitivity, T 78.4) CFS (Chronic fatique syn-drome,) G 93.3 und FMS (Fibromyalgie syndrome, M 79.70) leiden oftmals an verschiedenen Symptomen, die aber meist einem bestimmten Krankheitsbild zunächst nicht zugeordnet werden können. Als Auslöser der Beschwerden gelten chemische Stoffe, denen man tagtäg-lich ausgesetzt ist und die von Betroffenen nicht über das körpereigene Entgiftungssystem abgebaut werden können. Um eine Verschlechterung des Gesundheitszustands der be-troffenen Menschen zu verhindern, benötigen sie eine spezielle Versorgung.

Vor diesem Hintergrund frage ich die Landesregierung:

  1. Wie viele Menschen in Nordrhein-Westfalen leiden unter den oben beschriebenen Krankheiten (aufgelistet nach der Anzahl, Alter und den einzelnen Krankheitsbildern)?
  2. In welchen Kliniken/Praxen in Nordrhein-Westfalen gibt es den Bereich „Umweltmedi-zin“ bzw. zumindest umweltmedizinisch ausgebildete Fachärzte, die Patienten mit den o.g. Krankheiten speziell, ganzheitlich und interdisziplinär behandelt können?
  3. Gibt es Akut-Krankenhausbetten für die o. g. Patienten, bei denen auf die individuelle Empfindlichkeit (Suszeptibilität) gegenüber Schadstoffen und deren genetischen Grundlagen geachtet wird?
  4. Gibt es Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen, die Forschungen betreiben, um das Wissen über die physiologischen Vorgänge und Zusammenhänge bei diesen Krank-heitsbildern zu vertiefen, mit dem Ziel, besser diagnostizieren und letztlich gezielter behandeln zu können? (wenn ja, bitte die Einrichtungen mit den jeweiligen Schwer-punkten auflisten)
  5. Was tut die Landesregierung um umwelterkrankten Menschen in NRW zu helfen?

 

Andrea Milz

 

Antwort der Landesregierung

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